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03. November 2010 - Gesang der Geister über den Wassern
Die Partnerklassen 6b und 3/4a auf Goethes Spuren am Staubbach
Fotos: Sara Colomba, Thomas Meier, Claudia Eymann

Des Menschen Seele
Gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es,
Zum Himmel steigt es,
Und wieder nieder
Zur Erde muß es,
Ewig wechselnd.

Strömt von der hohen,
Steilen Felswand
Der reine Strahl,
Dann stäubt er lieblich
In Wolkenwellen
Zum glatten Fels,
Und leicht empfangen
Wallt er verschleiernd,
Leisrauschend
Zur Tiefe nieder.
Ragen Klippen
Dem Sturz entgegen,
Schäumt er unmutig
Stufenweise
Zum Abgrund.

Im flachen Bette
Schleicht er das Wiesental hin,
Und in dem glatten See
Weiden ihr Antlitz
Alle Gestirne.

Wind ist der Welle
Lieblicher Buhler;
Wind mischt vom Grund aus
Schäumende Wogen.

Seele des Menschen,
Wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen,
Wie gleichst du dem Wind!
Clip 1 Clip 2

1779 besuchte Goethe den Staubbach in Lauterbrunnen. Er war so fasziniert von dieser Naturschönheit, dass er das berühmte Gedicht "Gesang der Geister über den Wassern" dichtete. 231 Jahre später folgten ihm die beiden Partnerklassen 6b und 3/4a aus Matten. In Schulzimmer haben die Schülerinnen und Schüler das Gedicht erarbeitet und auswendig gelernt. Bevor es inszeniert wird, üben alle noch einmal ihren Part.


Wie seinerzeit Goethe erunden wir den Bach und wollen ihn auch von Nahem betrachten. Dabei ist immer ein Skizzenblatt.

So nahe allerdings durfte Goethe damals noch nicht.

Im flachen Bette - Schleicht er das Wiesental hin

Letztes Üben vor der Aufnahme

LAUTER!!!! (zu Goethes Zeiten flogen noch keine Hubschrauber herum...)


Die Kameraufrau nimmt die letzten Einstellungen vor

Die drei Filme sind im Kasten - jetzt noch ein paar Bilder der ganzen Film-Crew

Die beiden Klassen freuen sich schon jetzt, ihren Film und andere Spuren des gemeinsamen Goethe-Projektes anderen Kindern und den Eltern vorzustellen....