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Vorwort der Klassenlehrkräfte
Seit über einem Jahr arbeiten nun die 3./4 Klasse von Herrn Meier und die 5./6. Klasse von Frau Eymann und Frau Colomba der Schule Matten an gemeinsamen Projekten. Die Schülerinnen und Schüler beider Klassen kamen zum Beispiel gemeinsam in den Genuss von einem französischen Déjeuner sur l’herbe, einem originellen schwedischen Feiertag (Luziatag) und gemeinsamen Spielsequenzen. Auch im Fach Mathematik wurden die Sechstklässler in Lernpartnerschaften zu Lehrerinnen und Lehrer für die Jüngeren. Dabei lehrten sie jedoch nicht nur, sondern erfuhren dabei selber Lernerfolge.
Dieses Zusammenarbeiten war bei den Kindern sehr beliebt und wurde als sehr wertvoll empfunden. Beide Klassen haben viel voneinander profitiert und freuen sich auf weitere gemeinsame Projekte.
Auch für uns Lehrkräfte sind diese Erfahrungen sehr wertvoll und spannend. Es ist wirklich erstaunlich, was während der Partnerprojektarbeit alles gegenseitig gelernt und gelehrt wurde. So wurde die Sozialkompetenz, die Selbstkompetenz und die Sachkompetenz gleichermassen während dieser Zeit gefördert: Die Kinder lernten Geduld und Verständnis aufzubringen und aufeinander einzugehen und im gegenseitigen Helfen und Helfen lassen. Viele Kinder merkten auch, dass sie selber auch etwas zu geben haben, was wiederum ihr Selbstvertrauen und ihre Lernmotivation stärkte. Und dies wiederum führte dazu, dass die Kinder in all diesen Stunden wirklich vieles lernen durften.
Im Deutschunterricht begann die klassenübergreifende Arbeit mit einer ABC- Geschichte. Dabei schrieb jede Klasse abwechslungsweise einen Satz, der jeweils mit dem folgenden Buchstaben des Alphabets beginnen musste.
Danach haben die Lehrkräfte der beiden Klassen eine neue Aufgabenstellung gesucht, welche die Kinder in klassengemischten Gruppen zu meistern hatten. Dabei wurden jeweils zwei Zeitungssätze willkürlich an die Kinder verteilt. Die Gruppen arbeiteten anschliessend mindestens einmal wöchentlich an ihrer Geschichte, wobei darauf geachtet werden musste, dass die beiden Zeitungssätze unverändert und möglichst unauffällig in ihre Geschichte integriert wurden. Die Endprodukte haben sich die Kinder gegenseitig vorgestellt. Entweder wurden diese vorgelesen oder es sind Hörspiele und Theater entstanden. In einem weiterführenden Schritt wurden die Geschichten mittels Computerarbeit reingeschrieben und im Gestalten entstanden die wunderbaren Linoldruck-Illustrationen, welche dieses Buch bereichern.
Das Produkt dieses altersdurchmischten Sprachprojektes halten Sie nun in Ihren Händen. Wir wünschen Ihnen bei der Lektüre viel Vergnügen!
Im Mai 2009
Sara Colomba Thomas Meier Claudia Eymann
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